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wunderhoeren – Tage alter Musik und Literatur in Worms

Musik und Literatur von der Antike bis zur Renaissance im besonderen Ambiente mittelalterlicher Kirchen erleben – genau diese gelungene Kombination bietet „wunderhoeren – Tage alter Musik und Literatur in Worms“. Das Festival findet seit 2011 alle zwei Jahre statt. Auch Musik und Literatur außereuropäischer Kulturen und Crossover-Projekte mit Jazz und neuer Musik gehören zum Programm-Mix. Spitzenensembles aus ganz Europa sind zu Gast.
Das vielseitige Programm richtet sich dabei nicht nur an Kenner, sondern an all diejenigen, die neugierig auf Klänge und Melodien der Vergangenheit sind. Ein umfangreiches Vermittlungsprogramm unter anderem für Schulklassen, Instrumentalworkshops für Laien und Fortgeschrittene sowie kurze Einführungsvorträge vor den Veranstaltungen helfen, Berührungsängste mit der Musik und Literatur vergangener Zeiten zu überwinden und machen Lust auf mehr.

Alte Musik an alten Orten
„…von küener recken strîten muget ir nu wunder hœren sagen.“ In der ersten Strophe des Nibelungenliedes geht es um die Verwunderung, die alte Geschichten und deren Vortrag auslösen. Die Stadt Worms kennt viele solcher Geschichten und sie hat das Potenzial, diese alte Musik und Literatur an authentischen Orten zu präsentieren. Zum einen besteht durch das Nibelungenlied eine literarische Verknüpfung von überregionaler Bedeutung mit dem europäischen Mittelalter. Aber auch Kelten und Römer siedelten hier, die jüdische Kultur Westeuropas blühte in den Lehrhäusern am Rhein und Luther stieß beim Reichstag 1521 das Tor zur Reformation auf. Zum anderen existieren mit den Wormser Kirchenbauten noch die authentischen Orte dieser Geschichte/n.
Die Blütezeit der Stadt ist die Zeit der Staufer und des Nibelungenliedes im 12. und 13. Jahrhundert und das drückt sich aus in bedeutenden Bauten der Romanik und Gotik, vom Dom über die ehemaligen Stiftskirchen St. Andreas, St. Paul und St. Martin bis hin zu Magnus- und Bergkirche, zu Liebfrauen und der Renaissancefassade des Roten Hauses. In diesen Gebäuden kann man seit 2011 nun alte Musik in den Räumen erleben, für die sie ursprünglich geschrieben wurden. Mit dem Festival „wunderhoeren – Tage alter Musik und Literatur“ schließt Worms eine Lücke im kulturellen Angebot der Metropolregionen Rhein-Neckar und leistet einen Beitrag zur Regionalkultur.

Historische Musik im passenden Ambiente genießen
Nicht nur die Musikauswahl, sondern erst das Zusammenspiel mit dem Ambiente des jeweiligen Veranstaltungsorts sorgt für die ungewöhnlichen Konzerterlebnisse, für die das Festival bekannt ist. „Der größte Teil der uns überlieferten Musik wurde für die höfische Unterhaltung in Burgen und Schlössern und für Kirchenbauten konzipiert.“, erläutert Volker Gallé, Kulturkoordinator der Stadt Worms und Initiator sowie Programmgestalter von „wunderhoeren“. Die Rückkehr zu solchen Veranstaltungsorten habe deshalb seinen ganz besonderen Reiz: „2013 begeisterte zum Beispiel das international bekannte Hilliard-Ensemble mit einem Konzertprogramm mit Werken von Perotin und Machaut im Dom. Die Musik wurde ursprünglich für die Kathedralen von Paris (Notre-Dame) und Reims geschrieben und passte somit ideal zur Akustik im Wormser Dom. Das Quartett konnte den langen Nachhall des Gotteshauses voll ausnutzen. Auch die anderen Orte werden bewusst und passend zu den akustischen Anforderungen der Veranstaltungen ausgewählt.“
Das erste „wunderhoeren – Tage alter Musik und Literatur in Worms“ 2011 stand ganz im Zeichen interpretatorischer Vielfalt: Über elf Veranstaltungen hinweg präsentierten Ensembles und Solisten die unterschiedlichsten Herangehensweisen an „Alte Musik“ – da stand Musikarchäologie neben Cross-Over, historisch informierte Aufführungspraxis neben moderner Musik auf alten Instrumenten. Hinter diesem etwas ungelenken Begriff, der zu sehr nach trockener Materie klingt, verbirgt sich in Wirklichkeit eine aufregende Welt, in der versucht wird, die Musik vergangener Epoche so wiederauferstehen zu lassen, dass sie mit den Mitteln und unter den Voraussetzungen der Zeit ihrer Entstehung funktioniert. Dass sie dabei gewissermaßen „von innen heraus funktioniert“ und deshalb heutige Hörer begeistern und bewegen kann, belegen erfolgreiche Ensembles, von denen einige in den letzten Jahren in Worms zu hören waren. Natürlich finden aber auch alternative Aufführungskonzepte immer wieder ihren Platz ins Festivalprogramm. Kirchenmusik, Minnesang, Instrumentalmusik, Chorkonzerte, Weltmusik, Rezitation und Crossover zu Jazz und anderen Musikstilen werden geboten. Oberbürgermeister Michael Kissel „Das Festival alter Musik und Literatur lädt jedermann ein, sich darauf einzulassen, Geschichte an passenden Orten zu hören und dadurch anderen Zeiten und sich selbst näher zu kommen. Alle Programme bieten Neues im Alten, laden ein zu einer Zeitreise, die man so nur an diesen Orten und mit diesen Musikern erleben kann.“

Umfangreiches Begleitprogramm
unterstützt die Entdeckungsreisen in andere Zeiten und Kulturen

„Das Festivalprogramm ist etwas für Menschen, die Entdeckungsreisen in andere Kulturen lieben und nicht nur eine Bestätigung des Bekannten suchen“, erläutert Gallé. Um auch interessierten Laien den Zugang zur Musik zu erleichtern, gehört ein umfangreiches Begleitprogramm zum Konzept der Veranstaltungsreihe. So leitet ein Referent vor jedem Konzert in die Themen des Abends ein; Lesungen und Gesprächsrunden ergänzen das musikalische Angebot. Fachkundige und Experten – zum Teil auch die Musiker selbst – informierten über Hintergründe des Programms. „Alte Musik und Literatur sind vielen Menschen fremd, weshalb bei „wunderhoeren“ vor allem auch das Vermittlungsprogramm wichtig ist“ erklärt Gallé: „Wer sich nur ein wenig auskennt, kann die alten Kunstformen mehr genießen und schätzen.“
Auch für Schulen gibt es ein breit gefächertes Vermittlungsangebot. In Zusammenarbeit mit „museum live“, der Museumspädagogik der Wormser Museen, werden Workshops sowie Seminare zu alter Literatur und Musik für Schüler unterschiedlicher Altersklassen angeboten.
Einen thematischen Zugang der ganz besonderen Art ermöglichten auch in 2015 Instrumentalworkshops: In Kooperation mit dem Bordun e.V. konnten Interessierte auf dem Mittelaltermarkt Spectaculum historische Instrumente wie Marktsack, Drehleiher und Nycklharpa kennenlernen und selbst ausprobieren.

Dritte Auflage des Festivals überzeugt mit facettenreichem Programm
Das Publikum von „wunderhoeren – Tage alter Musik und Literatur in Worms“ kommt nicht nur aus Worms und Umgebung, sondern zu einem großen Teil aus den Metropolregionen Rhein-Neckar und Rhein-Main und sogar darüber hinaus. 2015 konnten die Besucher an neun historischen Veranstaltungsorten mitunter römische, germanische und keltische Musik aus Mitteleuropa sowie Skandinavien genießen oder die indische und arabische Kultur kennenlernen. Zu den Höhepunkten im Konzertprogramm gehörten die Uraufführung von Rüdiger Oppermanns „Rheingold“ und das Konzert „Klangwelten im Dom“, bei dem verschiedene Räume des Wormser Wahrzeichens auf vielfältige Weise zum Klingen gebracht wurden.

„wunderhoeren“-Festival
ohne Sponsoren und freiwillige Helfer nicht realisierbar

Ein besonderer Dank gilt der Kulturförderung der BASF SE für deren großzügige Förderung sowie dem Kultursommer Rheinland-Pfalz, der Reihe Via Mediaeval, der Kasino- und Musikgesellschaft Worms e.V., dem Altertumsverein Worms e.V. und der Wormser Zeitung. Natürlich wäre das Festival auch ohne die tatkräftige Mitwirkung der Kirchengemeinden und der anderen Veranstaltungsorte sowie zahlreichen weiteren freiwilligen Helfern – wie zum Beispiel den ehrenamtlichen „Indianern“ an den Kassen und dem Einlass – nicht realisierbar. Professionelle Unterstützung erhält das Festival durch die Kultur und Veranstaltungs GmbH in den Bereichen Projektmanagement, Pressearbeit und Technik.

 
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Link: Stadt WormsLink: BASF